„Vergnügt euch gut!“ Mit diesen Worten begrüßte Präsident Hammann die Mitglieder des Internationalen Clubs Wissen (ICW) zu ihrem Sommerfest im Walzwerk. Der Vorstand des ICW organisiert alljährlich diesen Partnerschaftsabend als ein Dankeschön an die Gastgeberfamilien in Wissen und den Nachbargemeinden.
Mehr als 40 Mitglieder waren der Einladung gerne gefolgt. Zugleich hatten sie gemeinsam mit der Organisatorin Waltraud Hammann ein vielfältiges und leckeres warm-kaltes Buffet zusammengestellt. Gute Speisen und Getränke und lebhafte Unterhaltungen prägten diesen Abend. So manche Anekdoten der vergangenen Partnerschaftsbesuche wurden ausge-tauscht. Wobei allerdings auch wieder das Wechselbad der Gefühle bezüglich der englischen Partnerschaft anklang. Ein interessanter Besuch in Letchworth im Mai dieses Jahres endete mit der klaren Ansage, dass sich das dortige Partnerschaftskomitee auflösen werde. In Zukunft werden somit kreative Ideen für die gegenseitigen Besuche gefragt sein. „Aber wir werden Lösungen finden“, da waren sich alle Teilnehmer sicher.
Im Juli konnte dann der ICW in der Siegstadt eine erfreulich hohe Zahl an Gästen aus Chagny begrüßen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Internationale Partnerschaftsgedanke weiterhin auf ein sehr großes Interesse stößt. Auch in diesem Sinne freut sich der ICW immer wieder über neue Mitglieder. Anfragen und Anmeldungen nimmt der Vorstand unter der E-Mail-Adresse w.hammann@web.de gerne entgegen.
Lebhafte deutsch – französische Gespräche
Wissen. Geduld war gefragt für Arnim Hammann, Präsident des Internationalen Clubs Wissen (ICW) und Bürgermeister Berno Neuhoff beim Empfang der französischen Freundinnen und Freunde aus dem Burgund. Dreißig Bürgerinnen und Bürger aus der Partnerstadt Chagny hatten sich auf den Weg nach Wissen gemacht, und sich nun mit ihren Gastgebern auf der Dachterrasse des Walzwerkes versammelt. Und da gab es viel, sehr viel zu erzählen, bevor Arnim Hammann offiziell alle Anwesenden herzlich willkommen heißen konnte.
Bürgermeister Neuhoff dankte in seinem Grußwort zunächst den deutschen Gastgebern für deren Bereitschaft, immer wieder Gäste aus den Partnerstädten aufzunehmen. Und sein Dank galt den Vorständen des ICW und des Partnerkomitees in Chagny für die hervorragende Organisation dieser jährlichen Treffen. Mit Hinweisen auf verschiedene Veranstaltungen in Wissen an diesem Wochenende, wünschte Neuhoff den französischen Gästen und ihren Gastgebern tolle Begegnungen.
Sylvain Michaudet (stellvertretender Präsident des Partnervereins in Chagny) dankte für den freundlichen Empfang. Er verwies auf das fast 60jährige Bestehen der Partnerschaft und hofft weiterhin auf eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Städten und deren Vereine.
Für das bevorstehende Wochenende hatte Waltraud Hammann einen Grillabend und eine Tagestour organisiert. Am Sonntagabend trafen sich alle zu Gegrilltem und kalten Getränken im Restaurant „Alte Kapelle“ in Birken-Honigsessen – wo auch die intensiven, lebhaften Gespräche ihre Fortsetzung fanden.
Am Montag führte die Busfahrt entlang des Rheins und vorbei an vielen mittelalterlichen Burgen bis nach Rüdesheim. Das Niederwalddenkmal mit der 12,5 m hohen Germania brachte eine ganz andere Epoche der deutsch-französischen Geschichte in Erinnerung. Viele bildliche Darstellungen auf diesem Monument führten den deutschen und französischen Besuchern wieder deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, jederzeit für den Frieden einzutreten. Und sie waren sich darin einig, dass die regelmäßigen Begegnungen von Menschen verschiedener Nationalitäten dazu einen großen Beitrag leisten. Also werden sie sich im nächsten Jahr wieder treffen. In Frankreich. Und da wird es ganz gewiss wieder viel zu erzählen geben. (Rolf Bamberger)
Tolle Begegnungen – und eine bedrückende Frage
Im Rahmen der internationalen Städtepartnerschaft fand am 3. Septemberwochenende der Besuch der englischen Freunde aus Letchworth in Wissen statt. Nach der individuellen Anreise der Gäste (dazu unten mehr) hatte Waltraud Hammann bereits für den Freitag einen Ausflug organisiert, der alle begeisterte. Auch weil sie es nicht versäumt hatte, für ein herrlich hochsommerliches Wetter zu sorgen – wie man ihr dankend attestierte.
Ziel des Ausflugs war Rüdesheim, das – wie die englischen Teilnehmer schnell erfuhren – mehr ist, als nur die Drosselgasse. Die Hinfahrt erfolgte über Lahnstein und dann am Rhein entlang. Auf der Höhe des Loreley Felsens wusste so mancher der englischen Freunde die Melodie „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ mit anzustimmen.
Gleich nach der Ankunft ging es mit der Kabinenbahn hinauf zum Niederwald. Hier erhielten die Teilnehmer einige wesentliche Fakten über die Germania und den geschichtlichen Hintergrund für die Errichtung des Denkmals. Nach der Stärkung auf der Panoramaterrasse des Restaurants am Denkmal setzte ein großer Teil der Gruppe den Weg auf der soge-nannten Ringtour fort. Dieser Weg führt mit immer neuen Blicken auf Bingen, den Hunsrück, die Nahemündung vorbei an der Burgruine Rossel und der Zauberhöhle bis zum Jagdschloss mit seinem großen Wildgehege.
Mit dem Sessellift und der Aussicht auf die bekannte Rotweingemeinde Assmannshausen, das Rheintal und die gegenüberliegende Burg Rheinstein ging es schließlich wieder hinunter. Eine dreiviertelstündige Schifffahrt von Assmannshausen, vorbei am Mäuseturm und der Burgruine Ehrenfels, zurück nach Rüdesheim krönte diesen herrlichen Ausflug.
Der zweite Tag des Partnerschaftsbesuches war dann den Aktivitäten mit den Gastfamilien vorbehalten. Bevor sich am Sonntagmorgen alle wieder zu einem Stadtrundgang durch Wissen trafen. Trotz heftigen Wetterumschwungs versammelten sich die englischen Gäste und ihre Gastgeber im Bahnhofsgebäude. Hier wurde die 30-köpfige Gruppe herzlich begrüßt von der Stadtführerin Christiane Weber. Die Übersetzung für die englischen Teilnehmer übernahm Bernd Kuball.
Mit Blick auf das ehemalige Walzwerk erläutert die Stadtführerin die Industriegeschichte der Stadt bis hin zur aktuellen Nutzung der Hallen. Dann ging es mit vielen interessanten Infor-mationen durch die Gemeinde. Dabei fand Christiane Weber die besondere Aufmerksamkeit der Teilnehmer des Rundgangs immer dann, wenn sie Personen aus der Geschichte der Stadt vorstellte: Den umtriebigen Pfarrer Anton Joseph Steinbusch, nach dem Wissens Ort der Begegnung und des Erinnerns – der Mehrgenerationenpark – benannt ist. Oder Tierarzt Dr. Buchen, der einen Operationstisch für Pferde, Rinder und – nach einer Anfrage aus Dubai – auch für Kamele entwickelte. Vor den Marktstuben fesselte die Stadtführerin ihre Zuhörer mit der Geschichte von Gräfin Sophie von Hatzfeldt und Ferdinand Lassalle.
An der katholischen Kirche „Kreuzerhöhung“ endete die Interessante Stadtführung. Mit einem herzlichen Applaus bedankten sich die Teilnehmer.
Zum Abschluss des Partnerschaftsbesuches trafen sich die ICW-Mitglieder mit ihren englischen Gästen am Nachmittag in der „Alten Mühle“ in Stein-Wingert. Hier ließ man die Eindrücke dieses Wochenendes noch einmal Revue passieren und schmiedete bereits erste Pläne für den Gegenbesuch im kommenden Jahr.
Mit Erinnerungen an viele schöne Begegnungen machten sich die englischen Gäste am Montag wieder auf den Heimweg – individuell mit der Bahn oder dem Flugzeug. Wegen der stark gestiegenen Buskosten reisten die Freunde aus Letchworth erstmals seit Beginn der Partnerschaft zwischen den beiden Städten auf diesem Weg an. Aber auch diese Anreisen waren für die Teilnehmer eine teure Angelegenheit. So musste beispielsweise – je nach Buchung – für die Fahrt mit der Bahn (Eurostar, ICE) pro Person zwischen 300 und 400 Euro bezahlt werden. Da steht am Ende dieses Wochenendes die bedrückende Frage im Raum: Werden an solchen Treffen zukünftig nur noch Besserverdienende teilnehmen können? Die Mitglieder des ICW und auch ihre Gäste aus England waren sich darin einig, dass das Fortbestehen ihrer Städtepartnerschaften nicht an der Finanzierung scheitern darf. Alle Bevölkerungsschichten, auch und gerade Familien mit Kindern sollten daran teilnehmen können. In allen beteiligten Ländern wird nach Lösungen zu suchen sein. Denn nicht zuletzt das neue, von Arnold Morkramer geschaffene Denkmal im Mehrgenerationenpark sollte uns mahnen, den Weg der friedlichen und freundschaftlichen Begegnungen von Menschen verschiedener Nationen fortzusetzen. Das Mahnmal trägt den Titel: „Unheilvolle Kriege und beginnende Freundschaft“. (Rolf Bamberger)
Wissen lebt den Gedanken der internationalen Freundschaft
Zu ihrem jährlichen Sommerfest trafen sich jetzt die Mitglieder des Internationalen Clubs Wissen (ICW). Leider konnten sie nicht wie geplant über den Dächern von Wissen feiern. Pünktlich zum Start ihres Festes fing es heftig zu regnen an. So musste die Veranstaltung in den Räumen des Walzwerkes stattfinden, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat.
Gemeinsam hatten die Mitglieder des ICW ein kaltes Buffet zusammengetragen, das keine Wünsche offen ließ. So konnten sie sich u.a. mit verschiedenen Quiches, Pasteten, Salaten, Käsespezialitäten und leckeren Nachspeisen stärken. Präsident Arnim Hammann hatte das Buffet gerne eröffnet. Zuvor richtete er sein Grußwort auch an den ersten Beigeordneten der VG Wissen, Ulrich Marciniak. Er dankte ihm für die gute Unterstützung der Arbeit des ICW durch VG und Stadt . Marciniak überbrachte die Grüße von Bürgermeister Berno Neuhoff. Angesichts von mehr als 40 anwesenden Mitgliedern wird er ihm berichten können: „In unserer Stadt lebt der Gedanke der internationalen Freundschaft.“
Die Gespräche an diesem Abend drehten sich vielfach um die letzten Begegnungen mit den französischen Freunden in Chagny; aber auch in Vorfreude auf den Besuch der englischen Gäste aus Letchworth Mitte September. Leider machen sich auch hier die Teuerungen u.a. im Busgewerbe bemerkbar. So werden die – leider nur – 15 Besucherinnen und Besucher aus England nicht gemeinsam in einem Bus anreisen, sondern ihre Reise individuell mit Flugzeug, Bahn oder Privat-Pkw antreten. „Umso wichtiger“, so Präsident Hammann, „sind dann die gemeinsamen Unternehmungen vor Ort.“ Auch für diesen Aufenthalt der englischen Freunde bei ihren deutschen Gastfamilien hat der ICW wieder ein interessantes Programm zusammengestellt.
Schöne Momente der Gemeinsamkeit in Chagny
Wissen. Mit vielen neuen interessanten Erkenntnissen über den Wein und den kulturellen Reichtum des Burgunderlandes kehrten die Mitglieder des Internationalen Clubs Wissen (ICW) jetzt von ihrem Partnerschaftsbesuch in Chagny zurück.
Mit freundlichen Worten begrüßten Bürgermeister Sebastian Laurent und der Vorsitzende des Partnervereins, Stephane Fremyet, im Rathaus von Chagny die Gäste aus Wissen. Dabei stellte Fremyet auch das wiedermal sehr interessante Programm für den bevorstehenden Aufenthalt vor.
Am Samstagmorgen ging es mit dem Bus zunächst zum Schloss von Chassagne-Montrachet. Statt des üblichen Rundgangs durch Prachtsalons und Schlafgemächer erwartete die Besucher hier das imposante Weingut der Familie Picard. Die Keller stammen aus dem 11. und 14. Jahrhundert. Sie sind 1000 qm groß und bieten Platz für mehr als 15000 Weinfässer. Den Hauptteil von 50 m Länge konnten die Wissener Gäste in Augenschein nehmen. Und auch von der Qualität des Weines überzeugten sie sich bei einer Weinprobe.
Nach dem von den Gastfamilien organisierten Mittagessen ging es weiter in die nahegele- gene Stadt Beaune. Und auch hier drehte es sich bei der Besichtigung des „Cité des Climats et vins de Bourgogne“ wieder um die Welt des Weins und der Reben. In dem beeindruckenden neuen Gebäude am Rande der Stadt können die Besucher mit allen Sinnen die Vielfalt der Burgunderweine entdecken. Selbstverständlich gehörte auch dazu eine kleine Wein-probe. Vom Dach des 24 m hohen Gebäudes bot sich den Besuchern schließlich ein toller Blick über die Weingärten der Region Beaune.
Mit ihren Gastfamilien trafen sich die Wissener Besucher am Sonntag zum gemeinsamen Mittagessen. Bei einer Außentemperatur von 36 Grad blieb man im angenehm klimatisierten Festsaal von Ebaty gerne bis 17 Uhr zusammen. Stephane Fremyet begrüßte die Gesellschaft mit den Worten: „Genießen wir diesen schönen Moment der Gemeinsamkeit.“ Dem konnte Arnim Hammann, Präsident des ICW, nur beipflichten: „Ein Gedanke, den wir gerne pflegen.“ Er bedankte sich herzlich bei den Gastgebern und allen Helferinnen und Helfern, die zu dem guten Gelingen des Aufenthaltes beigetragen hatten.
Geprägt von den „schönen Momenten der Gemeinsamkeit“ waren auch die Begegnungen in den Gastfamilien. So war es nicht verwunderlich, dass allen am Montagmorgen der Abschied wieder sehr schwerfiel. Man tröstete sich mit dem Gedanken: „Nächstes Jahr in Wissen sehen wir uns wieder.“ (Rolf Bamberger)
Der ICW lebt den europäischen Gedanke
Mit einer Gedenkminute für den im März verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins in Letchworth, Jon Marshall, begann die Jahreshauptversammlung 2025 des Internationalen Clubs Wissen (ICW). Präsident Arnim Hammann würdigte Marshall als langjährigen guten Freund. Er habe den Partnerschaftsgedanken in seiner Heimatstadt maßgeblich geprägt und vorangetrieben. Gerade nach dem Brexit sei es für ihn wichtig gewesen, den europäischen Gedanken weiter zu leben. In diesem Sinn wird auch der ICW seine Arbeit fortsetzen.
Man freue sich schon jetzt auf den Besuch der englischen Freunde im September dieses Jahres, so Hammann. Und er brachte noch einen weiteren Gedanken in die Diskussion ein. Zur ständigen Erinnerung an die deutsch-englische Partnerschaft gebe es in Letchworth einen „Wissen Drive“ – eine Innerortsstraße. In Wissen fehle ein entsprechendes Pendant. Hammann schlug vor, den neu entstandenen Kreisel in Wissen nach der Partnerstadt in England zu benennen. „Warum“, so ein ICW-Mitglied, „ sollen die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus und des Gymnasiums nicht ihren Weg zur Schule über den „Letchworth-Kreisel“ finden.“ Die Versammlung nahm diesen Gedanken gerne auf. Es wurde schließlich einstimmig beschlossen, einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat zu richten.
Zu ihrer Jahreshauptversammlung hatten sich die Mitglieder des ICW in der Gaststätte „Zur alten Mühle“ im Mühlental getroffen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Regularien der Tagesordnung zügig abgewickelt. Thomas Winninghof trug einen ausführlichen Geschäftsbericht vor, Waltraud Hammann den Kassenbericht. Die Kassenprüfer bescheinigten der Kassiererin eine vorbildliche Kassenführung. Auf Antrag von Bernd Colligs wurde dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilt.
Arnim Hammann stellte anschließend die Pläne des Vereins für 2025 vor. Neben dem Besuch der englischen Freunde im September, werden bereits Ende Juni Bürgerinnen und Bürger aus Wissen zum Besuch in die französische Partnerstadt Chagny reisen. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende bei Klaus Behner als Vertreter der Stadt Wissen für die anhaltende Unterstützung der Kommune.
Für den 29. August lädt der ICW seine Mitglieder zum Sommerfest ein.
Im Jahr 2026 gehen die Partnerschaftsreisen wieder in die umgekehrte Richtung. Dann werden sich die Wissener Bürgerinnen und Bürger auch erstmals den neuen Einreisebe-stimmungen nach England stellen müssen. Seit Anfang April benötigen Reisende nach Großbritannien zusätzlich zu ihrem Reisepass eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA). Diese Einreisegenehmigung kostet zur Zeit 16 Pfund (etwa 19 €) und muss von jedem Reiseteilnehmer beantragt werden. Rolf Bamberger erläuterte kurz die Modalitäten zu diesem Antrag: „Neben den persönlichen Daten sind auch einige Fragen zu beantworten, die sich nach einem persönlichen Führungszeugnis anhören. So zum Beispiel: Sind Sie jemals straf-rechtlich verurteilt worden? Waren Sie jemals an Kriegsverbrechen oder Völkermord beteiligt? Wurden Sie jemals der Äußerungen extremistischer Ansichten beschuldigt?“ Außerdem müsse der Reisepass und ein zusätzliches Porträt-Foto des Antragstellers eingescannt werden. Aber die Mitglieder waren sich einig: „Wir lassen uns auch durch diese Bedingungen nicht von den Besuchen bei unseren englischen Freunden abhalten.“
Galette des Rois 2025
Start ins neue Vereinsjahr
Mit einer schönen Tradition – der „Galette des Rois“ – startete nun der Internationale Club Wissen (ICW) im Walzwerk ins neue Vereinsjahr.
Um die „Galette des Rois“, dem Dreikönigskuchen, versammeln sich Menschen aus dem Partnerland Frankreich, um das Dreikönigsfest zu feiern. In dem Kuchen ist eine kleine Porzellanfigur eingebacken. Nach dem Zufallsprinzip werden die einzelnen Stücke des Kuchens verteilt. Wer nun die Figur findet, ist Königin oder König der Runde und darf sich eine Krone aus Goldpapier aufsetzen.
Für die Mitglieder des ICW hatte wieder Waltraud Hammann die Dreikönigskuchen ge-backen. Mit Spannung wurden an den einzelnen Tischen die Kuchenstücke verteilt. Und dann dauerte es nicht lange, bis die ersten Hochrufe erschallten. Zu den diesjährigen Königinnen und Königen wurden gekrönt: Elisabeth Wieschollek, Waltraud Hammann, ein Gast aus Südamerika und Kurt Höblich.
Unter Beteiligung der Vereinsmitglieder war zu Beginn des Abends ein reichhaltiges Büffet zusammengestellt worden, das nun regen Zuspruch fand. Bei einem Glas Cremant oder französischem Rotwein wurden viele interessante Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr ausgetauscht.
Überrascht wurden die Teilnehmer der Veranstaltung von einer Abordnung der Sternsinger. Die fünf Mädchen und Jungen überbrachten die Segenswünsche, verteilten den Segensaufkleber CMB und sammelten Geld zur Unterstützung von Kindern in Not.
Als Vertreter der Stadt Wissen überbrachte der 2. Beigeordnete Wolf-Rüdiger Bieschke die Grüße von Bürgermeister Berno Neuhoff. Er bedankte sich für die beispielhafte ehren-amtliche Arbeit des ICW und sagte die weitere Unterstützung der Stadt zu.
Vorsitzender Arnim Hammann dankte den Anwesenden für die Unterstützung dieser erneut gelungenen Veranstaltung und verwies auf die weiteren Termine des ICW in diesem Jahr. Höhepunkte sind dabei die gegenseitigen Partnerschaftsbesuche. Vom 27. bis 30. Juni fahren Bürger aus Wissen nach Chagny und vom 18. bis 22. September werden die Freunde aus Letchworth in Wissen erwartet.
Die Jahreshauptversammlung des ICW findet am 17. Mai statt und am 29. August lädt der Club die Mitglieder zum Sommerfest ein.(Rolf Bamberger)
Besuch unser Freunde im Jahr 2024
Wieder eine tolle Begegnung
Seit über 50 Jahren heißt es wechselweise mal in Wissen, mal in Chagny: „À l’année prochaine“ – bis zum nächsten Jahr. Und dann stehen die Gastfamilien tatsächlich wieder da – auf dem Parkplatz des Walzwerkes und warten auf ihre französischen Gäste aus dem Burgund.
Diese brachten Anfang Juli nicht nur beste Laune mit, sondern auch den Sommer und die Sonne für die Zeit ihres Aufenthaltes.
Arnim Hammann, Präsident des Internationalen Club Wissen, hieß die 21 Gäste aus Chagny im Walzwerk herzlich willkommen.
In einer kurzen Ansprache erinnerte Bürgermeister Berno Neuhoff noch einmal an die bereits mehr als 50 Jahre andauernde Partnerschaft zwischen den beiden Städten. Diese freundschaftlichen Begegnungen seien gerade in dieser Zeit nicht hoch genug einzuschätzen. Er bedankte sich herzlich bei den Gastfamilien für die Bereitschaft, die französischen Gäste aufzunehmen. Und er sagte zu, die Partnerschaft seitens der Stadt weiterhin – auch mit neuen Ideen – zu unterstützen und zu fördern.
Als Vertreterin der Gäste aus Chagny bedankte sich Marie-Jo Poitout für den freundlichen Empfang; sie wünschte allen eine schöne gemeinsame Zeit.
Den Sonntag gestalteten die Gastfamilien individuell mit ihren französischen Freunden. Ausflüge führten dabei u.a. nach Bonn oder Freudenberg. Andere erwanderten die nähere Umgebung; dabei waren zum Beispiel der Elkenrother Weiher, der Barbaraturm bei Malberg oder Schloss Crottorf das Ziel.
Abends traf man sich wieder gemeinsam im Walzwerk. Waltraud Hammann hatte hier – mit Unterstützung der Gastfamilien – ein leckeres Buffet zusammengestellt.
Trotz der sehr guten Atmosphäre war während der ersten beiden Stunden – vor allem bei den französischen Freunden – eine gewisse Anspannung festzustellen. Sie warteten mit etwas Sorge auf die Ergebnisse der Stichwahlen zur Nationalversammlung. Denn auch dabei ging es um die Fortsetzung der europäischen Idee. So war kurz nach 20 Uhr die Erleichterung deutlich spürbar, als die ersten Resultate der Wahlen bekannt wurden, und der befürchtete Rechtsruck in Frankreich ausblieb.
Am Montag ging es bei herrlich sonnigem Wetter zu einem gemeinsamen Ausflug nach Limburg. Gleich nach der Ankunft wurden die Besucher – getrennt in eine französische und eine deutsche Gruppe – durch die romantische Fachwerkstadt geleitet. Dabei erlebten sie eine sehr gute, informative, mit vielen humorvollen Anekdoten gewürzte Stadtführung.
Das Mittagessen im für sein einmaliges Ambiente bekannten „Burgkeller“ führte die deutsch-französische Runde wieder zusammen.
Mit den Anregungen vom Vormittag wurde anschließend die Stadt auf eigenen Faust erkundet, wobei der Besuch im Dom sicher ein Höhepunkt war.
Der Dienstag ist schon wieder Rückreisetag. Und fragt man die französischen Gäste nach ihren Eindrücken dieses Besuches, so heißt es unisono „Comme l’habitude!“ Wie wir es kennen und gewohnt sind: ein sehr freundlicher Empfang, herzliche Betreuung in den Familien und eine sehr aufmerksame Begleitung von Arnim Hammann und den C:\Users\whamm\AppData\Local\Temp\pid-19088\IMG_6400.jpgVorstandsmitgliedern des ICW während des gesamten Aufenthaltes. „Comme l’habitude“ eben!
So ist der bekannte Abschiedsgruß „À l’année prochaine“ auch diesmal wieder ein ehrlicher Ausdruck der Vorfreude auf den Gegenbesuch im kommenden Jahr im Burgund.

Ein Wochenende der Freundschaft und des Miteinanders
Vor genau 60 Jahren unterzeichneten der französische Präsident Charles de Gaulle und der
deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer den Freundschaftsvertrag zwischen ihren beiden Ländern. Nur 6 Jahre später, am 06.Oktober 1968, begründeten dann die Städte Chagny in Burgund und Wissen an der Sieg auf diesem Fundament ihre bis heute sehr erfolgreiche Partnerschaft.
Wie bei vielen anderen Städtepartnerschaften auch, standen dann über die Jahrzehnte hinweg die jährlichen Treffen von Familien und Freunden im Mittelpunkt der Jumlage wie die Partnerschaft in Frankreich genannt wird.
Zuletzt weilte im Jahre 2019 eine Delegation des internationalen Clubs Wissen in Burgund und dann sorgte auch hier die Pandemie für eine Unterbrechung der traditionellen Praxis .
Von daher war die Vorfreude groß, als sich jetzt wieder an einem Freitagmorgen einen große Besuchergruppe gemeinsam mit dem Bus auf den Weg nach Chagny machte.
In ihrer Partnerstadt angekommen wurden die Wissener von ihren Gastgebern und insbesondere natürlich von Bürgermeister Sebastien Laurent und der im Rathaus von Chagny für die Partnerschaften zuständigen Beigeordneten begrüßt. Altbürgermeister Michael Wagener fungierte dabei als Dolmetscher.
Es gab natürlich viel zu erzählen und anschliessend traf man sich in den Partnerfamilien zum Abendessen.
Traditionell findet am Samstag des Besuches eine Fahrt zu Sehenswürdigkeiten der Region statt. Ziel war in diesem Jahr das Gebiet und die Stadt Macon im Süden von Burgund.
Über die auch hier beeindruckenden Weinberge erhebt sich dort weithin sichtbar der ‚Roche de Solutre’, ein markantes Bergmassiv von großer Bedeutung.
Es handelt sich sowohl um ein sehr seltenes geologisches Phänomen, wie auch um eine
prähistorische Stätte der regionalen Kultur.Die Umgebung des Felsens ist seit der Vorgeschichte ununterbrochen besiedelt und natürlich hinterließ jede der unzähligen Epochen ihre Spuren.
Gerade der frühere Staatspräsident Francois Mitterand hat dann dafür gesorgt, dass diese
Geschichte in einem hochmodernen Museum aufgearbeitet und dargestellt wurde.
Während ein Teil der Gäste den Berg trotz großer Hitze gemeinsam mit ihren französischen
Freunden bestieg, informierte sich die zweite Gruppe in der Ausstellung über die Bedeutung der Anlage.
Anschließend ging es in das Zentrum der Stadt Macon zu einer Mittagspause mit gutem Essen und Trinken – wie in Burgund üblich.
Der Nachmittag war dann geprägt von einer ausführlichen Stadtführung und auch hier galt es manch interessanten Aspekt der örtlichen Geschichte zu erfahren.
Ein Pflichttermin an jedem Sonntag in Chagny ist ein Besuch des großen Marktes in der
Innenstadt. Dieser Markt mit seinem überaus reichen Angebot ist ein Anziehungspunkt für die gesamte Region und tausende Besucher drängten sich auch diesmal durch die engen Gassen.
Eine zünftige Partnerschaftsfeier im Bürgerhaus von Ebaty bildete dann den Abschluss des
offiziellen Programms.
Der Vorsitzende des internationalen Clubs aus Wissen, Arnim Hamann bedankte sich bei seiner französischen Kollegin Marie-Jo Poitout und allen Gastgebern für das freundschaftliche Miteinander und die Aufnahme in den Familien. Gleichzeitig lud er die Partnerinnen und Partner aus Burgund zum traditionellen Gegenbesuch für das kommende Jahr 2024 nach Wissen ein.
Vorher werden jedoch bereits im September die gemeinsamen Freunde aus Letchworth/England in der Region an der mittleren Sieg erwartet, denn bekanntlich bilden Chagny, Letchworth und Wissen seit Jahrzehnten eine erfolgreiche Dreieckspartnerschaft.
Partnerschaftsbesuche nehmen wieder Fahrt auf
Bericht von der Jahreshauptversammlung am 23. April 2023
Wissen. Die Partnerschaftsbesuche nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes – wieder Fahrt auf.
Diese klare Ansage des Präsidenten des Internationalen Clubs Wissen (ICW), Arnim Hammann, nahmen die Mitglieder mit großer Freude zur Kenntnis. Machten sich im vergangenen Jahr gerade mal neun Bürgerinnen und Bürger aus Wissen auf den Weg zum Partnerschaftsbesuch in Letchworth (England) – und aus Chagny (Frankreich) kamen nur dreizehn Gäste zu Besuch in die Siegstadt – so deuten die Zahlen in diesem Jahr auf eine sehr viel regere Beteiligung hin.
Für die Fahrt nach Chagny im Juni liegen dem ICW bereits 32 Anmeldungen vor. Letchworth meldet für den Besuch im September schon jetzt 26 Teilnehmer.
Dann wird in Wissen auch wieder ein schönes Jubiläum zu feiern sein: seit nunmehr 40 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Wissen und der Gartenstadt Letchworth.
In der Gaststätte „Zur alten Mühle“ im Mühlenthal hatten sich die Mitglieder des ICW in großer Anzahl zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen. Viele wanderten über die alte Bahntrasse zum Veranstaltungsort und nahmen dies zum Anlass für einen ersten regen Gedankenaustausch. Nach dem gemeinsamen Mittagessen eröffnete Arnim Hammann den offiziellen Teil des Treffens. Er begrüßte den 2. Beigeordneten, Horst Pinhammer, als Vertreter der Stadt Wissen und bedankte sich bei ihm für die großzügige Unterstützung der Stadt. Ferner galt sein Dank den Vorstandskolleginnen und –kollegen für die stets zuverlässige Zusammenarbeit in den letzten beiden Jahren.
Der Geschäftsbericht listete noch einmal die Aktivitäten der Vereins im letzten Jahr auf. Darunter auch den Kontakt zur Stadt Krapkowice (Polen). Als Vertreter des ICW hatte Arnim Hammann an einer Fahrt nach Polen teilgenommen. Dort wurde (wegen Corona um zwei Jahre verspätet) die 20jährige Partnerschaft mit Krapkowice gefeiert.
Den Kassenbericht trug Schatzmeisterin Waltraud Hammann vor. Ihr wurde von den Kassenprüfern eine ordnungsgemäße Führung der Kasse bescheinigt und daraufhin von Katrin Salveter die Entlastung des Vorstandes beantragt. Diese erfolgte ebenso einstimmig wie es anschließend auch die Neuwahlen zum Vorstand sein sollten.
Unter der Versammlungsleitung von Horst Pinhammer wurden folgende Mitglieder in den Vorstand gewählt: Arnim Hammann (Präsident), Reinhard Böhmer (Vizepräsident); Waltraud Hammann (Schatzmeisterin), Sylvia Böhmer (stellvertr. Schatzmeisterin), Helge Salveter (Geschäftsführer), Thomas Winninghoff (Beisitzer), Barbara Stoth (Beisitzerin), Thomas Tenhagen (Beisitzer). Die Kasse werden prüfen: Katrin Salveter und Bernd Colligs.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Pläne für 2023“ wurde neben den Partnerschaftsbesuchen auch die Teilnahme an der Einweihung der Rathausstraße am Wochenende des 17./18. Juni erörtert. Am Sonntag (18. Juni) wird der ICW mit einem Stand vertreten sein und dort französische Spezialitäten anbieten. Und alle Besucher werden die Möglichkeit haben, sich über die aktive Arbeit des Internationalen Clubs zu informieren. (Rolf Bamberger)