Mit einer Gedenkminute für den im März verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins in Letchworth, Jon Marshall, begann die Jahreshauptversammlung 2025 des Internationalen Clubs Wissen (ICW). Präsident Arnim Hammann würdigte Marshall als langjährigen guten Freund. Er habe den Partnerschaftsgedanken in seiner Heimatstadt maßgeblich geprägt und vorangetrieben. Gerade nach dem Brexit sei es für ihn wichtig gewesen, den europäischen Gedanken weiter zu leben. In diesem Sinn wird auch der ICW seine Arbeit fortsetzen.
Man freue sich schon jetzt auf den Besuch der englischen Freunde im September dieses Jahres, so Hammann. Und er brachte noch einen weiteren Gedanken in die Diskussion ein. Zur ständigen Erinnerung an die deutsch-englische Partnerschaft gebe es in Letchworth einen „Wissen Drive“ – eine Innerortsstraße. In Wissen fehle ein entsprechendes Pendant. Hammann schlug vor, den neu entstandenen Kreisel in Wissen nach der Partnerstadt in England zu benennen. „Warum“, so ein ICW-Mitglied, „ sollen die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus und des Gymnasiums nicht ihren Weg zur Schule über den „Letchworth-Kreisel“ finden.“ Die Versammlung nahm diesen Gedanken gerne auf. Es wurde schließlich einstimmig beschlossen, einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat zu richten.
Zu ihrer Jahreshauptversammlung hatten sich die Mitglieder des ICW in der Gaststätte „Zur alten Mühle“ im Mühlental getroffen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Regularien der Tagesordnung zügig abgewickelt. Thomas Winninghof trug einen ausführlichen Geschäftsbericht vor, Waltraud Hammann den Kassenbericht. Die Kassenprüfer bescheinigten der Kassiererin eine vorbildliche Kassenführung. Auf Antrag von Bernd Colligs wurde dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilt.
Arnim Hammann stellte anschließend die Pläne des Vereins für 2025 vor. Neben dem Besuch der englischen Freunde im September, werden bereits Ende Juni Bürgerinnen und Bürger aus Wissen zum Besuch in die französische Partnerstadt Chagny reisen. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende bei Klaus Behner als Vertreter der Stadt Wissen für die anhaltende Unterstützung der Kommune.
Für den 29. August lädt der ICW seine Mitglieder zum Sommerfest ein.
Im Jahr 2026 gehen die Partnerschaftsreisen wieder in die umgekehrte Richtung. Dann werden sich die Wissener Bürgerinnen und Bürger auch erstmals den neuen Einreisebe-stimmungen nach England stellen müssen. Seit Anfang April benötigen Reisende nach Großbritannien zusätzlich zu ihrem Reisepass eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA). Diese Einreisegenehmigung kostet zur Zeit 16 Pfund (etwa 19 €) und muss von jedem Reiseteilnehmer beantragt werden. Rolf Bamberger erläuterte kurz die Modalitäten zu diesem Antrag: „Neben den persönlichen Daten sind auch einige Fragen zu beantworten, die sich nach einem persönlichen Führungszeugnis anhören. So zum Beispiel: Sind Sie jemals straf-rechtlich verurteilt worden? Waren Sie jemals an Kriegsverbrechen oder Völkermord beteiligt? Wurden Sie jemals der Äußerungen extremistischer Ansichten beschuldigt?“ Außerdem müsse der Reisepass und ein zusätzliches Porträt-Foto des Antragstellers eingescannt werden. Aber die Mitglieder waren sich einig: „Wir lassen uns auch durch diese Bedingungen nicht von den Besuchen bei unseren englischen Freunden abhalten.“